Die AfD Niedersachsen hat einen neuen Landesvorstand

 

Braunschweig. Die AfD Niedersachsen hat an diesem Wochenende in Braunschweig einen neuen Landesvorstand gewählt. Das Interesse der Mitglieder war so groß wie nie zuvor. Über 500 Mitglieder nahmen an dem Parteitag teil. Ein absoluter Rekord. Schließlich wurde die Vorsitzende der niedersächsischen AfD-Landtagsfraktion, Dana Guth, zur Landesvorsitzenden gewählt, wobei sie sich in einer Stichwahl mit einer deutlichen Mehrheit gegen den früheren Landesvorsitzenden Paul Hampel durchsetzte. Die Anhänger Hampels verließen nach diesem Ergebnis mehrheitlich den Parteitag und verzichteten auf die Teilnahme an weiteren Wahlgängen. Sie ließen damit auch ihre eigenen Kandidaten im Stich, die unter der neuen Landesvorsitzenden im Landesvorstand mitarbeiten wollten. Berichte, wonach man den Unterlegenen nicht die Hand gereicht hätte, sind frei erfunden.

Der neu gewählte Vorstand gibt berechtigten Anlass, nach einer monatelangen Lähmung des Landesverbandes auf einen erfolgreichen Neustart der AfD in Niedersachsen zu hoffen. Darüber hinaus kann man von ihm erwarten, dass alle Mitglieder und Strömungen der Partei gleichermaßen Gehör finden. Die Chance auf einen Landesverband, in dem alle für die gemeinsamen Ziele arbeiten und persönliche sowie wirtschaftliche Interessen in den Hintergrund treten, war in Niedersachsen lange nicht so groß wie heute.

Eines ist sicher. Vorbei sind die Zeiten, in denen Landesvorstand und Landtagsfraktion mit 2 Stimmen sprachen. Doch es besteht kein Grund zu Überheblichkeit und leider auch nicht zu der Hoffnung, dass alle Differenzen im Landesverband nun mit der Wahl des neuen Vorstandes ausgeräumt seien. Es liegt noch ein gutes Stück Arbeit vor uns allen, nicht nur vor dem neuen Landesvorstand. Das geht nicht von heute auf morgen. Gute Worte helfen da auch nicht weiter. So festgefahren ist die Situation, so groß sind manche persönliche Differenzen, so tief sitzt die Enttäuschung mancher Anhänger des alten Landesvorsitzenden. Die längst nicht mehr zugänglich sind für Fakten und Argumente, die jedem Sehenden die Schuppen von den Augen fallen lassen. Die Zeit, und damit meine ich jetzt die kommenden 2 Jahre, heilt vielleicht nicht alle Wunden. Aber sie bietet Gelegenheit, die heute Unterlegenen durch Leistung und Erfolg zu überzeugen. Da muss jetzt etwas kommen. Alle müssen am Ende sagen können: „ Das ist ja toll. Warum haben wir das nicht schon immer so gemacht?“

Ich gratuliere ausdrücklich allen gewählten Mitgliedern des neuen Landesvorstandes herzlich und denke, dass ich das auch im Namen aller anderen Sprecher und Unterstützer der Alternativen Mitte tun darf.

Ich bedanke mich hiermit persönlich beim Bundesvorstand, der in einer sicherlich nicht einfachen Situation schwierige Entscheidungen getroffen hat, die der Bundesvorstand einer Partei fraglos nur in außergewöhnlichen Situationen trifft. Er hat damit den Weg für den Neuanfang frei gemacht. Jetzt sind wir in Niedersachsen alle aufgefordert, unseren Beitrag zu leisten, damit das gelingt. Wir als Alternative Mitte wollen unseren Beitrag leisten, so gut uns das möglich ist.

Von Dr. Jens Wilharm am 08.04.2018

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