Freundliche Gesichter

Kriegsflüchtling

Aus humanitären Gründen wurden im September 2016 eine Million Kriegsflüchtlinge und andere ins Land gelassen. Wie kam es dazu? Gab es keine Flüchtlingslager im Umfeld der Kriegsgebiete? Im Sommer 2014 wurden die UN Hilfsgelder für sie radikal um 40 Prozent (um zirka 280 Millionen Euro) reduziert. Die Versorgung mit Lebensmitteln und Medikamenten war nur noch mangelhaft. Dann verbreitete sich ein Gerücht: man hilft euch in Europa. Geht hin, sagt an der Grenze des Landes eurer Wahl „Asyl“ und man sorgt für euch – ein Leben lang. Lehnt ein rechtspopulistischer Sachbearbeiter euren Antrag auf Aufnahme in das Sozialsystem ab, dann bietet eine Klage vor Gericht gute Aussichten auf Erfolg. Die geschätzten Kosten für diese humanitäre Hilfe betragen allein für Deutschland pro Jahr 50 Milliarden Euro – etwa 200 mal mehr als der Fehlbetrag von 280 Millionen Euro, der ALLEN Kriegsflüchtlingen vor Ort zugutekam. Was sagt uns die gute Politikerin mit dem freundlichen Gesicht? Lager für Kriegsflüchtlinge sind menschenverachtend – sie entsprechen nicht mehr unseren hohen humanistischen Anforderungen. Wir achten die Menschenwürde des Kriegsflüchtlings, indem wir ihn in unser Sozialsystem „integrieren“.  Das ist zwar teuer, dafür helfen wir auch nicht jeden Kriegsflüchtling, sondern nur denen, die über Stock und Stein tausende Kilometer zu uns wandern können.

Oh – freundliches Gesicht, hab Dank.

Massenmigration

Doch warum wird die Migrationsagenda so umständlich vermittelt und umgesetzt?  Migration (sprich: Einwanderung in das Sozialsystem eines anderen Landes) ist ein Menschenrecht, lassen andere freundliche Gesichter ihren Helfershelfern verlautbaren. Und diese Stimmen haben Gewicht. In der New Yorker UN- Erklärung für Flüchtlinge und Migranten vom 3. Oktober 2016 heißt es:

Die Agenda 2030 macht unter anderem klar, dass wir eine geordnete, sichere, reguläre und verantwortungsvolle Migration und Mobilität von Menschen erleichtern werden, unter anderem durch die Anwendung einer planvollen und gut gesteuerten Migrationspolitik.

Wir wollen einen

würdigen … Empfang für alle Menschen, die in unseren Ländern ankommen, sicherstellen, insbesondere für diejenigen, die im Rahmen großer Flüchtlings- oder Migrantenströme ankommen.

So wird Armut tatsächlich weltweit bekämpft. Ich bin begeistert, denn der UN-Sonderbotschafter, Sergio Vicira de Mello, brachte es am 4. August 1999 auf den Punkt:

Ich wiederhole: Unvermischte Völker sind eigentlich ein Nazi-Konzept.

Um das Menschenrecht auf Teilhabe am Besitz anderer zur Geltung zu bringen, muss man noch weiter gehen und fordern: öffnet die Konten aller Wohlhabenden. Wer arm ist oder sich dafür hält, darf vom Konto eines Wohlhabenden seiner Wahl monatlich anteilig einen Betrag abheben.  Die Höhe der Zuwendung, die er einfordern darf,  ist proportional zum Wert der Besitztümer. Oh – wie gerecht. Nach einer Anlaufphase werden auch Kleinsparer von der Umverteilung betroffen sein, dann nämlich, wenn die großen Vermögen bis auf das Kleinsparer-Niveau  abgeschmolzen sind. Dadurch wird das brachliegende Kapital dem Konsum zugeführt – das kurbelt die Wirtschaft an – und den Herren Globalstrategen geht das Geld aus. Man sieht sie Boccia spielen.  Was für eine schöne neue Welt voller freundlicher Gesichter.

Sie sagen, man kann von den Superreichen nichts holen? Von wegen: Die Staatsverschuldung des Exportweltmeisters Deutschland betrug 2016 zirka 2005 Milliarden Euro. Die respektable Wirtschaftsnation Japan stand 2016 mit 230 Prozent seiner Wirtschaftsleistung in der Kreide. Für das insolvente Griechenland liegt der Wert bei „nur“ 170 Prozent. Bei wem sind eigentlich alle Völker hoch verschuldet? Beim Weihnachtsmann oder bei den Reichen?

Ich höre die Zwischenrufe: Populist, Populist! Aus einer absurden Idee wird eine respektable UN Agenda, wenn man das Wörtchen „Wohlhabender“ durch das Wörtchen  „Steuerzahler“ ersetzt.

Oh – freundliches Gesicht!

Was steht sonst noch im Entwurf des UN Pakts zur Migration? Wir lesen:

Migration ist ein Motor des Wirtschaftswachstums, der Innovation und der nachhaltigen Entwicklung.

Nicht minder forsch behauptete Peter Scholl-Latour:

Wer halb Kalkutta aufnimmt, rettet nicht Kalkutta, sondern wird selbst Kalkutta.

Wer hat nun recht? Ist alles, was irgendwo schnell behauptet wird, auch gleich zutreffend? Wir haben Angaben über die Migration in Dänemark gefunden, die dafür sprechen: massenhafte Einwanderung aus unterentwickelten Ländern führt zur massenhaften Einwanderung in das Sozialsystem.

Kennen die „maßgeblichen Interessenträger“ – wie Lobbyisten in UN Dokumenten genannt werden – diese Zahlen nicht, oder werden wir belogen?

Heinrich, mir graut vor den freundlichen Gesichtern!

(pk)

Bildquelle: pixabay

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