Siemens-Ettershaus

1909 wurde die Hertha-von-Siemens-Stiftung gegründet, die Firmenangehörigen den Aufenthalt in einer Erholungsstätte gegen ein geringes Entgelt ermöglichen sollte.
Zu diesem Zweck stiftete Hertha-von-Siemens unter anderem das Ferienhaus ihres Vaters, das “Ettershaus” in Bad Harzburg. Bruno Taut, Max Taut und Franz Hoffmann planten und bauten ein Erholungsheim für Mitarbeiter der Siemens-Schuckertwerke, das sich unterhalb der Harzburg in der Nordhäuser Straße befindet. 1910 wurde der Neubau als erstes Erholungsheim der Firma Siemens eröffnet.

Ein über eine Freitreppe erreichbarer dreieinhalbgeschossiger Bau war mit seinem spitzen Schieferdach perfekt in die Landschaft eingefügt. Das Plateau der Treppe wird von einem Säulenportal überdacht und führt direkt zum Eingang Ettershauses. Das Haus wurde in späteren Jahren seitlich und nach hinten erweitert und empfängt bis in die 80er-Jahre Erholungsuchende.

Danach verfiel es in einen Dornröschenschlaf. Über 30 Jahre wurde die Villa nicht bewohnt. Sie wuchs zu, war nicht mehr sichtbar und verfiel.

2013 übernahm der Braunschweiger Architekt Thomas Funke das Projekt und plante die Restaurierung des Hauses, sowie einige Neubauten. Investiert werden rund zwölf Millionen Euro. Die Volksbank BraWo ist mit im Boot. Die neuen Betreiber sind Sonnenhotels Deutschland GmbH & Co. KG. Die geschäftsführende Gesellschafterin ist Karina Dörschel aus Northeim, die mit ihrem Mann in Immenrode wohnt.

Am 15.12.2016 war die Grundsteinlegung.

Im neuen “Sonnenresort Ettershaus” entstehen nun 24 Wohneinheiten, dazu ein Restaurant, eine schöne Terrasse und Veranstaltungsräume. Und es wird zwei edle Spa-Suiten geben: mit 90 Quadratmetern auf zwei Ebenen sowie Whirlwanne und kleiner Sauna. Im hinteren Bereich der Villa wird ein Spa-Bereich angedockt. Dort ist neben verschiedenen Saunen, Wellness, Kosmetik und Massage auch ein Pool geplant, in dem man ins Freie schwimmen kann. Neu entsteht außerdem ein Apartmentgebäude in recht moderner Architektur: Wohneinheiten für Familien mit Kindern, mit zumeist zwei Schlafzimmern.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das High-light werden 16 Baumhäuser sein. Der Typ Oktagon wird rund um den Baum gebaut. Das ist eine Eigenkreation einer jungen schwedischen Architektin bei Funke.

 

 

 

 

 

Und dann gibt es bald noch das Hexenwerk, die Ettersalm mit Tagesgastronomie. Sehr erhaben mit Blick über Bad Harzburg. Viel Glas, viel Holz, tolle Außenterrasse. Hier wird künftig hochwertige SB-Gastronomie im Stil von Gosch und Vapiano angeboten. Das Ziel ist, die Tagestouristen über fünf Tageszeiten zu bedienen. Abends könnte man auf Service umstellen. Die Ettersalm dient als Anlaufpunkt für all diese die sich auf dem Weg zum Märchenwald, Baumwipfel Pfad sowie dem Kaltetalbach oder auf dem Weg zurück befinden.

Die Fertigstellung soll nun im März 2018 erfolgen. Die ursprüngliche Planung sah den Sommer 2017 als Eröffnungszeitpunkt vor.

Im nachgelagerten Bauabschnitt wird auch der »Etterskrug« entstehen, ein hochwertiges Steakhauskonzept. Für die Markenentwicklung der beiden Gastronomieeinheiten wurde eine Berliner Agentur gewonnen. Die Nutzer der Baumhäuser oder des 4 Sterne Hotels können zum Frühstück ins Ettershaus gehen, aber auch einen Picknickkorb geliefert bekommen.

(ub)

Ihre E-Mail wird nicht veröffentlicht. Name und E-Mail- Felder sind erforderlich .