Denen helfen wir morgen …

… oder gar nicht. Nach neuesten Schätzungen verbringen etwa 860000 Bürger in Deutschland ihr Leben ohne ein eigenes Dach über dem Kopf. Das Bundesverfassungsgericht trägt zur Verschärfung dieses schlimmen Missstandes bei: Nur „angemessene“ Unterkunftskosten sind zu erstatten. Das Internetportal Journalistenwatch kommentiert:

Nachdem nun also geregelt ist, dass Bundesbürger, die auf Hartz IV angewiesen sind, aus ihren „unangemessen“ großen Wohnungen ausziehen und oder hungern müssen und der arbeitende Teil der Bevölkerung sich auf kurze Schlafpausen und längere Arbeitszeiten freuen kann, steht dem Familiennachzug weiterer „Hunderttausend plus“ vom Steuerzahler finanzierten und mit großzügigem Wohnraumangebot ausgestatteten Neubürgern nichts mehr im Wege.

Parallel dazu hören wir alarmierende Nachrichten über die Altersarmut. Laut Saarbrücker Zeitung waren 2016 etwa 1.3 Millionen Rentner, die älter als 75 Jahre sind, armutsgefährdet. Das bedeutet: 16.2% dieser Altersgruppe verfügen über ein Monatseinkommen unterhalb von 1024 Euro.

Aber wir müssen doch den Afrikanern „helfen“, schließlich verdanken wir ihnen unseren Wohlstand. Dies hat schon M. Enzensberger 1994 erkannt. Er schrieb:

… „wir“ leben auf Kosten der Dritten Welt … der Anteil Afrikas an den Weltexporten liegt bei 1.3 %, der lateinamerikanische bei 4.3% … ob die Bevölkerung der reichen Länder es merken würde, wenn die ärmsten Kontinente von der Landkarte verschwänden?

(M. Enzensberger, Aussichten auf den Bürgerkrieg, 1994, S. 41).

Und wo überall tut Hilfe Not (außer für unsere Leute, die durch ihre Arbeit unser Land bereichert haben)? 2016 betrug die Jugendarbeitslosigkeit in Südafrika 52.6%, in Ägypten 42%. Wer kann sich der Binsenweisheit noch verschließen, dass wir das Elend der Afrikaner nicht aus der Welt schaffen können, indem wir alle bei uns ansiedeln? Der Präsident des BND, Bruno Kahl, gab zu Protokoll:

Die Bevölkerung Afrikas wächst derzeit um jährlich über 30 Millionen Menschen. Es ist sehr fraglich, ob die westlichen Bemühungen, Fluchtursachen zu bekämpfen, mit dieser Dynamik überhaupt Schritt halten können. Zumal ein Zusammenhang gerne übersehen wird: Selbst wenn es gelingen sollte, die wirtschaftliche Lage einzelner afrikanischer Staaten zu verbessern, wird dies vermutlich zunächst zu noch mehr Migration führen. Denn dann werden viele Personen selbst bei einem sehr begrenzten Wirtschaftswachstum zum ersten Mal überhaupt die Möglichkeit haben, die Reise nach Europa zu finanzieren. Weit über eine Milliarde Menschen werden künftig einen rationalen Migrationsgrund haben.

Bildquelle: https://pixabay.com/de/usa-dollar-objekt-arbeit-1935746/

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